Für den Bosch Tech Compass wurden im Herbst 2025 weltweit über 11.000 Menschen in sieben Ländern befragt. Die Mehrheit ist überzeugt, dass das KI-Zeitalter kommt – zugleich zeigt sich aber eine deutliche Fortschrittsmüdigkeit: 57 Prozent wünschen sich einen „Pause-Knopf“, um technologische Entwicklungen zu bremsen, bis ihre Folgen besser verstanden sind.
In Deutschland sind die Erwartungen an KI besonders hoch: 77 Prozent sehen sie als einflussreichste Technologie der nächsten zehn Jahre. Gleichzeitig ist die Skepsis hierzulande überdurchschnittlich: Nur 59 Prozent glauben, dass Technologie die Welt besser macht (weltweit 71 Prozent), und nur 40 Prozent fühlen sich auf das KI-Zeitalter vorbereitet – der niedrigste Wert im Ländervergleich. Als mögliche Gründe nennt die Studie Defizite bei Bildung und Rahmenbedingungen: Nur 30 Prozent sehen innovatives Denken durch das Bildungssystem gefördert, nur 23 Prozent halten die Regulierung für innovationsfördernd (jeweils Schlusslicht).
Weltweit würden 59 Prozent ihr Kind ermutigen, bei einer bahnbrechenden Idee ein Start-up zu gründen statt zu studieren (Deutschland: 52 Prozent). Als wichtigste Innovationsfelder nennen die Befragten Klimawandel (37 Prozent), Zugang zu Gesundheitsleistungen (31 Prozent) und Cybersicherheit (28 Prozent). KI gilt zugleich als Technologie mit dem größten positiven Einfluss (43 Prozent) – wird aber auch am häufigsten als Risiko genannt (34 Prozent), vor humanoiden Robotern und selbstfahrenden Fahrzeugen.
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Doch die Befragten sehen eine Kehrseite: Auch bei den negativen Auswirkungen auf die Gesellschaft rangiert KI vor allen anderen Technologien und wird von 34% genannt. Humanoide Roboter und selbstfahrende Fahrzeuge folgen dahinter.
Zur Studie: Für den Bosch Tech Compass hat die Gesellschaft für Innovative Marktforschung mbH (GIM) im Herbst 2025 insgesamt mehr als 11.000 Personen über 18 Jahren in sieben Ländern befragt. In Deutschland, Frankreich und dem Vereinigten Königreich nahmen jeweils 1 000 Personen teil, in Brasilien, China, Indien und den USA jeweils 2 000 Personen. Bosch ist zu keinem Zeitpunkt der Befragung als Auftraggeber genannt worden.
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