Generative KI für Produzenten

image 39
Bild: Databricks Inc.

Fertigungsunternehmen suchen nach Wegen, um Prozesse weiter zu automatisieren bzw. zu optimieren. Generative künstliche Intelligenz – insbesondere Large Language Models (LLMs) – können hier Abhilfe schaffen. Einige Beispiele dafür gibt es bereits.

Kundenerfahrung verbessern

Im Kundenservice bieten LLMs etwa die Möglichkeit gibt, Kundenbedürfnisse zu lösen, ohne dass unternehmensseitig ein Mensch involviert sein muss. Beispielsweise sorgen Dialogfunktionen in Fahrzeugen dafür, dass Komfort-, Routenplanungs- oder Unterhaltungseinstellungen über natürliche Sprache gesteuert werden können. Ferner könnten so auch Termine für die Fahrzeugwartungen erfragt werden. So erstellen LLMs bei Gesprächen mit KI-Assistenten ein Skript das auf der Art der Anfrage, den offenen oder ungelösten Problemen des betreffenden Kunden und dem allgemeinen Zustand der Beziehung zum Unternehmen bzw. der Unternehmensmarke basiert.

Unterstützung für den Außendienst

Ein weiterer Anwendungsfall ergibt sich im Außendienst. Denn LLMs können auch bei der Wartung unterstützen. Dies beginnt bereits bei der kontinuierlichen Analyse von Produkttelemetrie- und Sensordaten zur Vorhersage des Ausfallrisikos von Anlagen. Techniker müssen oft Informationen aus unterschiedlichen Anwendungen und Handbüchern prüfen, um zu verstehen, wie Probleme zu beheben sind. Im Anschluss werden die in den Dokumenten festgelegten Verfahrensschritte ausgeführt. Außerdem wird dadurch ein Fehlerbehebungsprozess geformt, der zwar wiederholbar ist, aber nicht unbedingt einer, der sich mit der Zeit anpasst und lernt. Mittels LLMs könnten Techniker etwa mit technischen Handbüchern interagieren und – je nach Art des Problems – zum benötigten Abschnitt geleitet werden. Auch können sie durch die KI von Erkenntnissen aus ähnlichen Vorfällen, die in der Vergangenheit aufgetreten sind, weitere Informationen erhalten. Zudem sind Garantiestatus und Dokumentation für Produkte einsehbar.

Produktive Abläufe

Eine weitere Herausforderung in Fertigungsunternehmen ist der Informationsfluss zwischen den verschiedenen Abteilungen, Stationen und Mitarbeitern. Regelmäßige Produktionsbesprechungen zwischen verschiedenen Ebenen sollen hier helfen. Doch dafür werden oft Kennzahlen und Informationen aus verschiedenen Systemen benötigt. Verantwortliche erhalten so zwar Einblicke in Leistungslücken und können datengestützte Priorisierungsentscheidungen treffen. Der Prozess der Informationssammlung ist jedoch oft arbeitsintensiv und nicht wiederholbar. Der Einsatz von LLMs ermöglicht es den Mitarbeitern in der Produktion, die Daten aus den Systemen abzufragen, ohne komplexe SQL-Abfragen schreiben zu müssen, was sie auch für Nicht-Technikaffine Benutzer zugänglich mach.

Branchenspezifisch anpassbar

Die Beispiele zeigen, wie LLMs einen Mehrwert für Unternehmen schaffen können. Mit Open-Source-LLMs behalten Unternehmen zudem die Kontrolle über ihre Daten sowie ihr geistiges Eigentum. Zudem lassen sie sich auf branchenspezifische Anwendungsfälle anpassen.



  • Quantencomputing für effizientere E-Autos

    Quantencomputing für effizientere E-Autos

    Die BMW Group, Nvidia und Classiq wollen gemeinsam mechatronische Systeme optimieren. Das gemeinsame Ziel: den Einsatz von Quantencomputern in der Automobilbranche zu fördern.

    mehr lesen: Quantencomputing für effizientere E-Autos

  • 8,8Mrd.€ für die AWS-Cloud-Infrastruktur in Deutschland

    8,8Mrd.€ für die AWS-Cloud-Infrastruktur in Deutschland

    Kürzlich hat AWS Investitionen in Höhe von 7,8Mrd,€ in die AWS European Sovereign Cloud angekündigt, deren erste Rechenzentren in Brandenburg entstehen sollen. Nun legt der Cloud-Anbieter nochmals 10Mrd.€ nach.

    mehr lesen: 8,8Mrd.€ für die AWS-Cloud-Infrastruktur in Deutschland

  • Ungeplante Stillstände kosten 147.000€ pro Stunde

    Ungeplante Stillstände kosten 147.000€ pro Stunde

    Zwar erhöhen Firmen mittels Wartung die Verfügbarkeit ihrer Anlagen. Laut einer Studie von ABB kommt es bei der Mehrheit der Befragten monatlich jedoch zu mindestens einem ungeplanten Stillstand.

    mehr lesen: Ungeplante Stillstände kosten 147.000€ pro Stunde

  • Ein Robotik-Netzwerk für die Spitzenforschung

    Ein Robotik-Netzwerk für die Spitzenforschung

    Das Robotics Institute Germany (RIG) soll als zentrale Anlaufstelle für Robotik in Deutschland fungieren. Die Beteiligten, darunter Universitäten und Forschungseinrichtungen, haben sich fünf strategische Ziele gesetzt.

    mehr lesen: Ein Robotik-Netzwerk für die Spitzenforschung

  • Mit künstlicher Intelligenz gegen Maschinenstillstände

    Mit künstlicher Intelligenz gegen Maschinenstillstände

    Ein Forschungsteam vom Fraunhofer IPA hat zusammen mit Partnern aus der Industrie eine Methode entwickelt, wie künstliche Intelligenz in die Instandhaltung integriert werden kann. Erkennt die KI einen Fehler, werden…

    mehr lesen: Mit künstlicher Intelligenz gegen Maschinenstillstände

  • Das Auto mit Kopfbewegungen steuern

    Das Auto mit Kopfbewegungen steuern

    Arrow Electronics und Nvidia haben gemeinsam ein KI-basiertes Lenksystem für das semi-autonome SAM Car erarbeitet. Die Steuerung erfolgt per Gesichtserkennung.

    mehr lesen: Das Auto mit Kopfbewegungen steuern

  • Der AI Act im Überblick

    Der AI Act im Überblick

    Die Europäische Union (EU) hat mit dem AI Act ein transnationales Regelwerk für einen sicheren und vertrauenswürdigen Einsatz von KI verabschiedet. Was genau in der Verordnung ausgeführt ist, welche Chancen…

    mehr lesen: Der AI Act im Überblick

  • Phoenix Contact: Dirk Görlitzer folgt auf Frank Stührenberg

    Phoenix Contact: Dirk Görlitzer folgt auf Frank Stührenberg

    Frank Stührenberg übergibt den Vorsitz der Geschäftsführung von Phoenix Contact an Dirk Görlitzer. Bis zum Ausscheiden Stührenbergs zum Jahresende 2024 teilen sich beide den den Posten.

    mehr lesen: Phoenix Contact: Dirk Görlitzer folgt auf Frank Stührenberg

  • Anstieg der Kurzarbeit in der Industrie gestoppt

    Anstieg der Kurzarbeit in der Industrie gestoppt

    Die deutsche Industrie hat im Winterhalbjahr wieder vermehrt Kurzarbeit gefahren. Laut Ifo Institut ist in den nächsten Monaten zwar mit einem erhöhten Niveau zu rechnen, eine weitere Verschärfung zeichnet sich…

    mehr lesen: Anstieg der Kurzarbeit in der Industrie gestoppt

  • Wenn Excel-Listen etwas vorgaukeln

    Wenn Excel-Listen etwas vorgaukeln

    „Manipulierte Phantomzahlen in Excel können über Jahre hinweg ein florierendes Unternehmen vorgaukeln, das in Wahrheit kurz vor der Insolvenz steht“, sagt Jane Enny van Lambalgen. Die CEO von Planet Industrial…

    mehr lesen: Wenn Excel-Listen etwas vorgaukeln

  • NTT Data erwirbt Mehrheitsbeteiligung an ProvenTech

    NTT Data erwirbt Mehrheitsbeteiligung an ProvenTech

    Mit einer Mehrheitsbeteiligung an ProvenTech will NTT Data seine Marktreichweite im Bereich Life Sciences steigern. Das indische Unternehmen beschäftigt rund 350 Mitarbeiter.

    mehr lesen: NTT Data erwirbt Mehrheitsbeteiligung an ProvenTech

  • Ein Exoskelett für das Raumfahrttraining

    Ein Exoskelett für das Raumfahrttraining

    Bei Weltraummissionen werden Astronautinnen und Astronauten oft mit feinmotorischen Aufgaben wie Reparaturen oder Experimenten konfrontiert, die durch die Schwerelosigkeit im All erschwert werden.

    mehr lesen: Ein Exoskelett für das Raumfahrttraining