Colt, Nokia und Honeywell starten Kryptografie-Studie

Satellite In Space Station Orbiting Earth
Bild: ©Just_Super/gettyimages.de

Die Unternehmen Colt Technology Services, Honeywell und Nokia haben eine Zusammenarbeit zur Erprobung quantensicherer Verschlüsselungsverfahren angekündigt. Ziel des Projekts ist es, Methoden zur Datenübertragung zu testen, die auch gegenüber zukünftigen Angriffen durch Quantencomputer widerstandsfähig sind. Im Fokus steht dabei die sogenannte Quantum Key Distribution (QKD), eine Technik zur sicheren Weitergabe von Verschlüsselungsschlüsseln. Diese soll über Satelliten im niedrigen Erdorbit (LEO) getestet werden, um größere Reichweiten, etwa über den Atlantik, zu ermöglichen. Hintergrund ist die Annahme, dass Quantencomputer herkömmliche Kryptografie künftig überwinden könnten.

Technologieeinsatz im Weltraum und über Unterseekabel

Da terrestrische QKD-Anwendungen physikalisch auf etwa 100 Kilometer Reichweite begrenzt sind, sehen die Projektpartner im Einsatz von Satelliten eine Möglichkeit zur globalen Ausweitung. Daher sollen Kommunikationspfade mittels LEO-Satelliten sowie Unterseekabel-Technologie auf ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Quantenangriffen untersucht werden. Die Erprobung richtet sich unter anderem an Organisationen mit besonders hohem Sicherheitsbedarf bei Daten – etwa aus dem Finanz-, Gesundheits- oder Regierungsbereich. Ein Whitepaper mit dem Titel ‚The Journey to Quantum-Safe Networking‘ wurde im Vorfeld veröffentlicht und steht auf der Website von Colt zur Verfügung.

Positionen der beteiligten Unternehmen

Als Ziel der Kooperation nennen die Unternehmen den Schutz ihrer Kunden vor zukünftigen Cyberrisiken auf Basis quantentechnologischer Entwicklungen. Buddy Bayer, Chief Operating Officer bei Colt, verweist auf die Motivation, „Maßnahmen zu ergreifen, um Bedrohungen von morgen schon heute zu begegnen.“ Laut James Watt, Vice President Optical Networks bei Nokia, ist das Projekt ein Beispiel dafür, wie „weltraumgestützte, quantensichere Technologien“ dazu beitragen können, Netzwerke zu sichern. Honeywell wiederum hebt laut Lisa Napolitano, General Manager Space, den Beitrag zur „Datensicherheit für kritische Infrastrukturen und Kommunikationssysteme“ hervor. Die Zusammenarbeit folgt auf ein Pilotprojekt von Colt zur quantensicheren Datenübertragung über terrestrische Netze.



  • Mehr Sicherheit in der Cloud

    Mehr Sicherheit in der Cloud

    McAfee kündigt die Zusammenarbeit mit Atlassian an, einem Anbieter für Softwareentwicklungs- und Kollaborations-Tools. Ziel ist es, gemeinsamen Kunden, die den Umstieg in die Cloud beschleunigen wollen, verbesserte Sicherheit und Bedrohungserkennung…

    mehr lesen: Mehr Sicherheit in der Cloud

  • Lückenloses Fahrzeug-Tracking

    Lückenloses Fahrzeug-Tracking

    Täglich werden Millionenwerte auf öffentlichen Straßen bewegt. Die scheinbar leichte Beute für Kriminelle zwingt Wert- und Geldtransportunternehmen, die Fahrzeuge entsprechend vor Raubüberfällen zu schützen.

    mehr lesen: Lückenloses Fahrzeug-Tracking

  • Produktionsplanung und -steuerung mit Obeya

    Produktionsplanung und -steuerung mit Obeya

    Für die Produktionsplanung und –steuerung wird in der Lern- und Musterfabrik am TZ PULS in Dingolfing jetzt mit einer Obeya-Kommunikationszentrale gearbeitet. Der große Raum, japanisch Obeya, kombiniert analoge Lean-Methoden mit…

    mehr lesen: Produktionsplanung und -steuerung mit Obeya

  • Anzeige
    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Die Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen von Retarus ermöglichen effiziente Abläufe ohne manuellen Aufwand oder Kompromisse bei der Datensouveränität

    mehr lesen: Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

  • Additive Fertigung von keramischen Bauteilen

    Additive Fertigung von keramischen Bauteilen

    Die neue Richtlinie VDI 3405 Blatt 8.1 soll Grundlagen für 3D-Druckverfahren von keramischen Bauteilen vermitteln,

    mehr lesen: Additive Fertigung von keramischen Bauteilen

  • Nach Lockdown: Vorsicht beim Hochfahren von Anlagen

    Nach Lockdown: Vorsicht beim Hochfahren von Anlagen

    Weltweit wurden in Folge der Coronavirus-Pandemie Unternehmen auf der ganzen Welt vorübergehend geschlossen. Nach der Phase des Stillstands bereiten sich nun viele Firmen auf die Wiedereröffnung vor.

    mehr lesen: Nach Lockdown: Vorsicht beim Hochfahren von Anlagen

  • Wirtschaftsleistung sinkt weltweit

    Wirtschaftsleistung sinkt weltweit

    Das Coronavirus stürzt fast die ganze Welt in eine Rezession. Das geht aus der neuesten Umfrage des Ifo-Instituts hervor, an der 1.000 Experten in 110 Ländern teilgenommen haben. Demnach könnte…

    mehr lesen: Wirtschaftsleistung sinkt weltweit

  • Unternehmen oftmals unzufrieden mit der DSGVO

    Unternehmen oftmals unzufrieden mit der DSGVO

    Die Unternehmen der deutschen Informationswirtschaft sind oftmals unzufrieden mit der im Mai 2018 in Kraft getretenen EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Das zeigt eine Umfrage des ZEW. Demnach überwiegen in jedem zweiten Unternehmen…

    mehr lesen: Unternehmen oftmals unzufrieden mit der DSGVO

  • Crate.io und M&M Software kooperieren

    Crate.io und M&M Software kooperieren

    Crate.io und M&M wollen künftig als Technologiepartner für die IoT-Datenbank CrateDB zusammenarbeiten.

    mehr lesen: Crate.io und M&M Software kooperieren

  • Sick erreicht prognostizierte Ziele für 2019

    Sick erreicht prognostizierte Ziele für 2019

    Sick hat im Geschäftsjahr 2019 seinen Umsatz um 7% auf 1,7Mrd.€ erhöht. Der Auftragseingang lag bei 1,8Mrd.€ (2018: 1,7Mrd.€).

    mehr lesen: Sick erreicht prognostizierte Ziele für 2019

  • Eine App zur Bauteilerkennung

    Eine App zur Bauteilerkennung

    In der Bildverarbeitung kommt künstliche Intelligenz seit langem zum Einsatz. Neuronale Netze erkennen beispielsweise Objekte des alltäglichen Lebens mit einer höheren Genauigkeit wieder als der Mensch. Forscher des Fraunhofer-Instituts für…

    mehr lesen: Eine App zur Bauteilerkennung

  • VDI ZRE veröffentlicht neue Prozesskette und Ressourcencheck

    VDI ZRE veröffentlicht neue Prozesskette und Ressourcencheck

    Durch industrielle biotechnologischen Prozesse ist es möglich, Güter ressourcenschonender und nachhaltiger zu produzieren. Das VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE) hat als Online-Tool einen Prozess visualisiert, mit dem sich biotechnologische Verfahren…

    mehr lesen: VDI ZRE veröffentlicht neue Prozesskette und Ressourcencheck