Quantencomputer entwickeln sich schneller als erwartet

Man hold smartphone with quantum computing words on display. Quantum qubit intelligent computing mobile technology
Bild: ©wladimir1804/stock.adobe.com

469 Fachleute aus dem Bereich Quantentechnologie sind davon überzeugt, dass die Entwicklung von Quantencomputern schneller Fortschritte macht als erwartet. Dies geht aus einer Studie von QuEra Computing hervor, einem Anbieter von Neutralatom-Quantencomputern. Demnach glauben 40 Prozent der mehr als 900 Befragten, dass Quantencomputer in fünf Jahren klassische Computer bei bestimmten Aufgaben übertreffen werden. Die Mehrheit erwartet dementsprechend, dass Quantencomputer in der Lage sein werden, Problemstellungen zu lösen, die für herkömmliche Computer als unlösbar gelten.

Die Studie wurde nun im Bericht ’Current and future state of quantum computing’ veröffentlicht. Für die Studie wurden weltweit 920 Akademiker, Wissenschaftler und Fachleute aus dem Bereich Quantencomputing befragt. Die optimistischen Ergebnisse unterstreichen laut QuEra die aktuellen Fortschritte bei der Entwicklung und Einführung von Quantencomputern. Als größte aktuelle Problemstellungen nennen die Befragten Skalierbarkeit (33 Prozent), Fehlerkorrektur und Fehlertoleranz (31 Prozent) und Hardwareleistung (20 Prozent).

Ein Drittel (33 Prozent) hält es für wahrscheinlich, dass ihr Unternehmen von den rasanten Fortschritten überrascht werden könnte, und fürchtet gleichzeitig ähnliche Engpässe wie bereits bei KI. Aufgrund des rasanten Wachstums von KI-Anwendungen wurde über Schwierigkeiten beim Zugang zu Grafikprozessoren berichtet. 65 Prozent der Befragten befürchten eine ähnliche Situation mit Quantencomputern.

Wer übernimmt die Führungsrolle

Im Wettrennen um eine führende Rolle in der weltweiten Quantencomputerindustrie befinden sich die USA der Umfrage zufolge in der Pole-Position. 82 Prozent der US-Befragten sind der Ansicht, dass Vereinigten Staaten hier sehr gut positioniert sind. Während im Schnitt nur 42 Prozent der europäischen Experten die gleiche Meinung über ihr eigenes Land haben, ist die Zuversicht in Frankreich (67 Prozent) und im Vereinigten Königreich (57 Prozent) viel größer. Deutschland liegt mit 45 Prozent ungefähr beim Durchschnitt.

Die Frage, wo Quantencomputer entwickelt und hergestellt werden, gewinnt ebenfalls an Bedeutung. In den USA und Frankreich halten es jeweils 34 Prozent der Befragten für wichtig, dass die Technologie im eigenen Land entwickelt wird, während 24 Prozent in Deutschland und nur 14 Prozent im Vereinigten Königreich diese Meinung teilen.

Für die europäischen Fachleute scheint es laut Studienergebnis weitaus wichtiger zu sein, dass die Computer von befreundeten Handelspartnern hergestellt werden: 60 Prozent der britischen Befragten stimmten dem zu, ebenso wie die in Deutschland (54 Prozent) und Frankreich (49 Prozent), gegenüber 40 Prozent in den USA.

Hier finden Sie den vollständigen Studienbericht.



  • Vom Großunternehmen bis zum regionalen Zulieferer

    Vom Großunternehmen bis zum regionalen Zulieferer

    Rund 130 Aussteller werden am 12. und 13. Februar auf der FMB-Süd in Augsburg erwartet. Der Branchenmix reicht von der Metall- und Kunststoffverarbeitung über Montage-, Handhabungs- und Automatisierungstechnik sowie Antriebstechnik…

    mehr lesen: Vom Großunternehmen bis zum regionalen Zulieferer

  • Alles rund um industrielle Instandhaltung

    Alles rund um industrielle Instandhaltung

    Vom 12. bis zum 13. Februar 2020 findet in Dortmund die Maintenance statt. Rund 220 Aussteller werden dann auf dem dortigen Messegelände erwartet – darunter Dienstleister, Handelshäuser und Software-Anbieter. Wie…

    mehr lesen: Alles rund um industrielle Instandhaltung

  • Mehr Verlass auf Deep-Learning-Entscheidungen

    Mehr Verlass auf Deep-Learning-Entscheidungen

    Menschen können Probleme entweder logisch und mit Ruhe betrachten, oder spontan und emotional entscheiden. Ähnlich geht es dem Computer: Moderne Deep-Learning-Verfahren liefern schnelle Ergebnisse, die jedoch nicht nachvollziehbar sind. Wissenschaftler…

    mehr lesen: Mehr Verlass auf Deep-Learning-Entscheidungen

  • Anzeige
    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Die Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen von Retarus ermöglichen effiziente Abläufe ohne manuellen Aufwand oder Kompromisse bei der Datensouveränität

    mehr lesen: Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

  • Hohe Stromkosten für deutsche Rechenzentren

    Hohe Stromkosten für deutsche Rechenzentren

    Die Stromkosten für deutsche Rechenzentrumsbetreiber sind mit 113,11€ pro Megawattstunde am höchsten. Der große Unterschied zu den Nachbarländern ergibt sich dabei aus den Nebenkosten.

    mehr lesen: Hohe Stromkosten für deutsche Rechenzentren

  • Security-Modul für IPCs mit Windows 7

    Security-Modul für IPCs mit Windows 7

    Mithilfe des Security-Moduls mGuard von Phoenix Contact können Anwender eine Security-Lücke bei Industrie-PCs mit dem Betriebssystem Windows 7 schließen, für das Microsoft seit dem 14. Januar 2020 keine Sicherheits-Updates mehr…

    mehr lesen: Security-Modul für IPCs mit Windows 7

  • Harting und Expleo Group kooperieren für IoT-Lösungen

    Harting und Expleo Group kooperieren für IoT-Lösungen

    Harting und Expleo haben im Rahmen der SPS 2019 in Nürnberg eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Vorstandsvorsitzender Philip Harting und Peter Seidenschwang, Head of Industry bei Expleo Germany, unterzeichneten die Vereinbarung, mit…

    mehr lesen: Harting und Expleo Group kooperieren für IoT-Lösungen

  • Mit mehr Technologie zu mehr Umsatz

    Mit mehr Technologie zu mehr Umsatz

    Laut einer Accenture-Studie können Unternehmen, die in die Skalierung von Technologieinnovationen investieren, mehr als doppelt so hohe Umsatzwachstumsraten erzielen. Dies betrifft in der Studie lediglich zehn Prozent der befragten Unternehmen.

    mehr lesen: Mit mehr Technologie zu mehr Umsatz

  • Konjunkturerwartungen legen zu

    Konjunkturerwartungen legen zu

    Laut aktueller Zahlen des ZEW — Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, blickt die Deutsche Wirtschaft zuversichtlicher in die Zukunft, als noch Ende des vergangenen Jahres. Im Vergleich zum Dezember stieg der…

    mehr lesen: Konjunkturerwartungen legen zu

  • Neue Produktionstechnik für die Mobilität von morgen

    Neue Produktionstechnik für die Mobilität von morgen

    Um Mobilität in Zeiten von Verstädterung, Ressourcenknappheit und Klimawandel zukunftsfest zu machen, bündeln die Universität Stuttgart und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ihre Forschungskompetenzen im Innovationscampus ‘Mobilität der Zukunft‘…

    mehr lesen: Neue Produktionstechnik für die Mobilität von morgen

  • CEOs auf lange Sicht optimistischer

    CEOs auf lange Sicht optimistischer

    Im 23. Global CEO Survey von PWC rechnet mehr als die Hälfte der 1.581 befragten CEOs mit einem Rückgang des Weltwirtschaftswachstums. Auf lange Sicht zeigen sich die Befragten jedoch optimistischer.

    mehr lesen: CEOs auf lange Sicht optimistischer

  • Logimat in Stuttgart

    Logimat in Stuttgart

    Trendthemen wie künstliche Intelligenz oder Nachhaltigkeit haben Auswirkungen auf die gesamte Supply Chain. Auf der diesjährigen Logimat, die vom 10. bis zum 12. März in Stuttgart stattfindet, zeigen mehr als…

    mehr lesen: Logimat in Stuttgart