
Laut VDMA-Ausbildungsumfrage steht die duale Ausbildung im Maschinen- und Anlagenbau auf einem stabilen Fundament und punktet mit hochmotivierten und zufriedenen Ausbilderinnen und Ausbildern. Jedoch berichten die mehr als 500 Befragten von steigenden Anforderungen und einem spürbar höheren Betreuungsaufwand. Dennoch bewerten 77% von ihnen ihre Rahmenbedingungen als gut oder sehr gut. 91% der Ausbildenden geben an, dass sie ihre Rolle auch künftig weiter ausüben möchten. Den Studienautoren schließen daraus, dass die Ausbildung im Maschinen- und Anlagenbau mit hoher persönlicher Überzeugung getragen wird.
„Die Ergebnisse zeigen eindrucksvoll, wie zufrieden und engagiert unsere Ausbilderinnen und Ausbilder sind. Dieses Verantwortungsbewusstsein ist ein zentraler Erfolgsfaktor für die duale Ausbildung und für die Zukunftsfähigkeit unserer Branche“, sagt Jörg Friedrich, Leiter der Abteilung Bildung im VDMA. „Gleichzeitig ist klar: gute Ausbildung braucht Zeit, verlässliche Rahmenbedingungen und gezielte Unterstützung.“
Zufriedenheit trotz wachsender Anforderungen
Neben der insgesamt positiven Bewertung benennt die Umfrage auch Herausforderungen: 69% nennen Zeit als größtes Problem im Ausbildungsalltag. Viele der Befragten berichten davon, dass sie heute zusätzliche Rollen übernehmen – etwa in der individuellen Begleitung, im Coaching oder bei Konfliktlösungen. Dem VDMA zufolge unterstreicht diese Entwicklung die wachsende Bedeutung der Ausbilderinnen und Ausbilder als zentrale Bezugspersonen für junge Menschen.
Weiterbildungswille ist da
Laut Studienergebnis zeigen sich die Befragten zugleich stark weiterbildungsaffin. Mehr als die Hälfte von ihnen hat in den vergangenen zwei Jahren an relevanten Weiterbildungen teilgenommen. Besonders gefragt sind Qualifizierungen in den Bereichen Pädagogik, Kommunikation, Konfliktmanagement und Führung.
Verbesserungspotenzial sehen viele Ausbildende in der Zusammenarbeit mit externen Partnern, insbesondere mit den Berufsschulen. Unterrichtsausfälle, personelle Engpässe und eine fehlende inhaltliche Abstimmung erschweren aus ihrer Sicht häufig den Ausbildungsalltag. Einen Hebel für Verbesserungen bzw. für die Entlastung des Ausbildungspersonals sieht der VDMA in einer verlässlicheren und besser verzahnten Lernortkooperation.
Schlüssel für die Wettbewerbsfähigkeit
Angesichts der Ergebnisse zeigt sich für den VDMA ein klares Bild: Die duale Ausbildung im Maschinen- und Anlagenbau ist leistungsfähig, engagiert und zukunftsorientiert. Um dieses Niveau zu halten und weiter auszubauen, fordert der Branchenverband gezielte Investitionen in Zeit, Personal und Anerkennung der Ausbildungsleistung.








































