
Seit der Gründung im Jahr 1985 hat sich Bekuplast von den Ursprüngen in der Agrarbranche zu einem vielseitigen Anbieter von Mehrwegtransportverpackungen entwickelt – u.a. mit Produkten für den Handel, die Intralogistik und die Pooling-Industrie. Mit Hauptsitz in Deutschland entwickelt, produziert und vertreibt Bekuplast Behälter, Trays und Paletten aus Kunststoff, mit denen die meisten im alltäglichen Leben bereits in Berührung gekommen sein dürften. Zusammen mit seinen Kunden erarbeitet der Hersteller Lösungen für unterschiedliche Herausforderungen und Anwendungsfälle – vom spezifischen Modell bis hin zur Serienfertigung. Sonderanfertigungen sind für das Unternehmen das Kerngeschäft, was wiederum ein Grund war, den nächsten Schritt in der Sicherung der Qualität und der Automatisierung der Prozesse zu gehen.
Die Wahl der CAQ-Werkzeuge
Bereits 2015 implementierte die Firma die QM-Software von Babtec, um in der ersten Phase Prüfpläne abzubilden, Maßnahmen zentral zu bearbeiten und das Reklamationsmanagement zu gestalten. Die Implementierung der Software verlief reibungslos. Unter der Leitung der IT-Abteilung von Bekuplast und mit Unterstützung durch das Softwarehaus wurden die Systeme zügig aufgesetzt. Trotz anfänglicher kleinerer Probleme mit den Maschinen konnte der Rollout ohne Verzögerungen abgeschlossen werden.
Konnektivität ist der Schlüssel
Die Qualitätssicherungsabteilung des Unternehmens arbeitet seither intensiv mit der QM-Software, wobei die Integration von Schnittstellen zu Messgeräten wie Faro-Messarmen und heute auch Zeiss-Laservermessungen eine zentrale Rolle spielt. Die Messdaten werden in die Software übermittelt und dort ausgewertet. Jede Reklamation wird intern und extern professionell bearbeitet, wobei über die browserbasierte Oberfläche BabtecQ Go auch Mitarbeitende etwa aus dem Vertrieb in den Prozess eingebunden werden können. Die QM-Software ist allerdings nicht nur an die Messmaschinen angebunden, sondern auch etwa an das ERP-System und MES. Diese Schnittstellen ermöglichen einen Stammdatenaustausch mit der QM-Software und geben den Mitarbeitenden so Einblick in den Produktionsstatus. Durch regelmäßige Aktualisierungen erleichtert die Software die Entscheidung, ob eine neue Prüfung erforderlich ist, was zur kontinuierlichen Verbesserung der Qualität beiträgt.
Qualität in der Unternehmens-DNA verankert
Bei Bekuplast zieht sich Qualität durch die gesamte Organisation und prägt die tägliche Arbeit. Die Qualitätsziele werden gemeinsam mit der Geschäftsführung festgelegt und im Laufe des Jahres kontinuierlich überwacht. Die Software von Babtec hat sich in diesem Kontext als unverzichtbar erwiesen. Das neu eingeführte Reklamationsmanagement hat nicht nur die Bearbeitungszeiten verkürzt, sondern auch zur kontinuierlichen Verbesserung der Prozesse beigetragen. Die digitale Nachverfolgbarkeit führt dazu, dass keine Maßnahme verloren geht oder unbearbeitet bleibt. Und sie unterstützt die Fehlerbeseitigung, um die wenigen Reklamationen weiter zu reduzieren.
Jede Verbesserung zählt
Doch auch abseits der Reklamationen unterstützt die Software den Hersteller beim Qualitätsmanagement. Im Unternehmen hat neben der internen Auditierung sowie der Zertifizierung auch das kontinuierliche Verbesserungsmanagement (KVP) sehr hohe Priorität. Ortsbegehungen und die damit einhergehende Nutzung von Checklisten führen zügig zu Maßnahmen und Aufgaben, die digital zentral erfasst und nachverfolgt werden. Die Mitarbeitenden im Werk erhalten spezifische Prüfaufträge, wie z.B. das Überprüfen des Behältergewichts, um die Ausschussrate zu reduzieren. Durch die Zuordnung von Maßnahmen und die konsequente Beseitigung von Ursachen bleiben keine Schritte unbeachtet, was die kontinuierliche Verbesserung der Prozesse begünstigt.
Strategische Prozessintegration
Die Software kommt über weite Strecken in der Standardversion zum Einsatz. Nur in seltenen Fällen waren Customizings erforderlich, welche der Softwareanbieter dann effizient umsetzte. So stellte Bekuplast die Software von Beginn in das Zentrum der Qualitätsarbeit und richtete die eigenen Prozesse darauf aus. Diese Integration war ein strategischer Meilenstein: Mit den erzielten Effekten konnte das Unternehmen seine Wettbewerbsfähigkeit erhöhen und die Kundenbeziehungen stärken.
Es gibt genug zu tun
In der Zukunft plant der Kunststoffhersteller, beispielsweise das Lieferantenmonitoring mit dem entsprechenden Modul der QM-Anwendung digital abzubilden. Ebenso soll die Arbeitssicherheit durch HSE-Maßnahmen (Health, Safety, Environment) über das System weiter strukturiert werden – erste HSE-Maßnahmen werden bereits heute mit Babtec abgebildet. Checklisten und Begehungen sollen künftig dazu beitragen, Gefahrenstellen effizienter zu identifizieren und zu beseitigen. Darüber hinaus könnte auch schon in naher Zukunft die vorbeugende Instandhaltung zur Performanceüberwachung von Maschinen und zur Vermeidung von Störungen interessant werden. Sicher ist also: Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen im Dienst des Qualitätsmanagements hat gerade erst begonnen.








































