
Für das Unternehmen Denios, spezialisiert auf Gefahrstofflagerung, Arbeitssicherheit und Gefahrstoffhandling, sind saubere, konsistente Produktdaten die Basis für Wachstum. Das Angebot des Unternehmens richtet sich an die die verarbeitende Industrie (Automotive, Chemie, Pharma) sowie den Logistiksektor und gliedert sich in die Bereiche Catalogue Products (Handel) und Engineered Solutions (Sonderlösungen). Das Portfolio umfasst mehr als 23.000 Standardartikel. Hinzu kommen Aktivitäten in 21 Ländern sowie ein komplexes Vertriebsnetz mit Online-Shop, Print, E-Pro-curement und Marktplätzen.
Informationen in 21 Ländern
Gefahrstofflagerung ist ein international hochreguliertes Umfeld. Kunden erwarten technisch präzise Produkte und verlässliche Informationen über Spezifikationen, Sicherheitsanforderungen und Normkonformität – bei Denios in bis zu 15 Sprachen.
Gleichzeitig wachsen die Vertriebskanäle: Neben dem immer noch aktuellen klassischen Print-Katalog und dem B2B-Onlineshop gewinnen Marktplätze wie Amazon und individuelle Kundenlösungen im E-Procurement (‚Punch-Out-Stores‘) an Relevanz.
Ein neues PIM-System
Um eine schnelle Time-to-Market sowie hohe Skalierbarkeit zu realisieren, setzt Denios seit 2014 auf das zentrale PIM-System Contentserv (heute Centric PXM*). Bei der Systemauswahl half damals ein Implementierungspartner.
Komplexität als Expansionsbremse
Vor dem Wechsel zu Contentserv hatte Denios ein stark individualisiertes, wenig skalierbares PIM-System im Einsatz. Was einst als passgenaue Software für Katalog- und Shopping-Prozesse gedacht war, wurde mit den Jahren zur Wachstumsbremse.
Neue Anforderungen wie Marktplatzanbindungen oder mehrsprachige Produktdatenpflege waren nur mit hohem manuellem Aufwand umsetzbar, die Automatisierung begrenzt. System-Updates wurden durch zahlreiche kundenspezifische Modifikationen erschwert, Datenpflege war verteilt, inkonsistent und wenig skalierbar. Die Folge waren hohe Prozesskosten, fehlende Flexibilität bei Webshop und Print-Anforderungen.
PIM-Software nah am Standard
Das 2014 eingeführte PIM-System wurde bei Denios zur zentralen Datenquelle (Single Point of Truth) für alle marketingrelevanten Produktdaten.
Inhalte aus dem zentralen ERP-System von SAP fließen automatisch in die PIM-Software und werden dort für verschiedene Kanäle angereichert und verteilt – vom Webshop (Commercetools via SAWS Connector) über den Print-Katalog (InDesign via priint:comet) bis hin zu Amazon (PXHub).
Zusätzliche Anbindungen wie das Übersetzungstool Across, das mit DeepL arbeitet, ermöglichen effiziente internationale Rollouts in 15 Sprachen. KI-Funktionen wie GPT-gestützte Bildverschlagwortung, Alt-Text-Generierung und Titelerstellung hat Denios bereits im Einsatz. Sie reduzieren den manuellen Aufwand erheblich. Zukünftig sollen Workflows die Produktdatenpflege weiter strukturieren und messbar machen.
Skalierbare Prozesse, globale Datenqualität
Heute pflegt das Unternehmen Produktdaten zentral für 21 Länder. Die Time-to-Market für neue Produkte ist durch die Optimierung der Workflows und durch KI-gestützte Datenpflege gesunken. Statt viele Wochen in manuelle Datenpflege zu investieren, können die Produktmanager die Inhalte nun schneller und gezielter steuern.
Die Harmonisierung der Workflows ermöglicht erstmals auch die Einführung KPI-basierter Steuerung, die gerade erarbeitet wird. Dabei stehen Fragen im Raum wie: Wie lange dauert eine Datenanreicherung? Wie effizient ist der Freigabeprozess? Welche Länder sind schneller live?
Kolleginnen und Kollegen in den neuen Ländern können auf eine gepflegte, in die Landessprache übersetzte Produktdatenbasis zugreifen. Besonders wertvoll ist das bei Spezialthemen wie der Lithium-Ionen-Akkulagerung oder bei IoT-Produkten wie SpillGuard zur Leckage-Detektion – hier ist das Vertrauen in die Daten entscheidend.
Wie geht es weiter?
Aktuell vollzieht Denios den nächsten Schritt: Die Migration in die Cloud – zunächst in Form einer ‚Contentserv goes cloud light‘ (AWS-Hosting). Langfristig ist eine vollständiger SaaS-Ansatz geplant.
Ein weiterer Fokus liegt auf dem Onboarding von Lieferantendaten. Bereits heute nutzen externe Partner das Onboarding-Portal, um ihre Produktinformationen strukturiert bereitzustellen. In Zukunft soll dies noch intensiver genutzt werden – inklusive standardisierter Qualitätskontrollen (Data Quality Modul) und automatisierter Validierungen.
Vom technischen Projekt zur Expansionsgrundlage
Was als technisches Projekt begann, ist heute ein zentraler Baustein der Unternehmensstrategie. Das Produktdatenmanagement bildet die Grundlage für internationale Expansion, regulatorische Sicherheit, effiziente Prozesse und eine konsistente Markenerfahrung über alle Kanäle hinweg.
*) Anfang 2025 wurde Contentserv vom US-Softwareunternehmen Centric Software übernommen und trägt künftig den Namen Centric PXM.






































