
Die Ergebnisse der 13. Befragungsrunde des Deutschen Normungspanels wurden heute (24. Juni 2025) von DIN und DKE vorgestellt. Befragt wurden vor allem Unternehmen sowie weitere Organisationen. Sie geben Einschätzungen zur Beteiligung an der Normung, zur Anwendung digitaler Normen und zu Normen und Standards beim Bürokratieabbau. Die Ergebnisse zeigen, in welchen Bereichen bereits Standards genutzt werden und wo weiterer Handlungsbedarf besteht.
Potenzial für Smart Standards
Digitale Normen – sogenannte Smart Standards – gelten als ein zentraler Hebel, um Verwaltungs- und Unternehmensprozesse zu vereinfachen. Sie ermöglichen eine automatisierte Verarbeitung standardisierter Informationen, reduzieren Interpretationsspielräume und senken Kosten. 33 % der für das Panel befragten Unternehmen kennen diese Standards bereits, 17 % nutzen sie laut Befragung aktiv. Besonders verbreitet sind sie in Branchen mit hohem Digitalisierungsgrad wie etwa Maschinenbau, Elektrotechnik und Fahrzeugbau.
Mit Normen Bürokratie abbauen
Ein weiteres Ergebnis: Große Unternehmen und technologieorientierte Branchen sehen in der Normung tendenziell Potenzial zum Abbau von Bürokratie, gerade in der Energie- und IKT-Branche. Im Vergleich zur Gesetzgebung wird die Normung von Unternehmen unter den Befragten positiver bewertet – insbesondere mit Blick auf Transparenz, Sachorientierung und Umsetzbarkeit. Während die Wahrnehmung der Gesetzgebung in zentralen Kategorien wie Effizienz, Kohärenz und Offenheit eher kritisch ausfällt, schneidet die Normung besser ab.
KMU sind verhaltener
Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zeigen sich in der Befragung verhaltener. Besonders die Befragten in sehr regulierten Branchen wie dem Baugewerbe, der Metallindustrie oder der Konsumgüterproduktion sehen den Nutzen von Normung für den Bürokratieabbau skeptischer. Auch die Nutzung von SMART Standards fällt in diesen Bereichen gering aus. Nach Einschätzung der Studienverantwortlichen, fehlt es KMU oft an Ressourcen, Erfahrung und unterstützender Infrastruktur, um die Möglichkeiten der digitalen Normung zu nutzen.






































