
Laut Untersuchungen des Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) und mehrerer Automobilhersteller enthalten heutige Autos mehr als 100 Millionen Zeilen Software-Code. Einige Schätzungen gehen mittlerweile von über 150 Millionen aus. Eine derart große Menge war vor zehn Jahren nur in Fahrzeugen der Luxusklasse zu finden. Dies zeigt, dass Software eine wesentliche Triebkraft hinter der Funktionalität und Komplexität von Fahrzeugen ist. Software Lifecycle Management wird somit zu einem Faktor.
Strategie erweitern
Die Zunahme softwarebasierter Funktionen hat das traditionelle Software Lifecycle Management (SLM),das in ein systematisches Variantenmanagement integriert ist. Früher isolierte Entwicklungsprozesse erfordern heute eine weitergedachte Herangehensweise. Application Lifecycle Management (ALM) ist nicht nur in der Lage das Softwaremanagement zu optimieren, sondern integriert sich auch mit Hardwareentwicklungsprozessen und Plattformstrategien. In der Automobilindustrie ist ALM daher nicht nur eine Weiterentwicklung des SLM, sondern der Schritt zu einer Strategie, die Software- und Hardwareentwicklungen synchronisiert.
ALM und PLM kombinieren
ALM und Product Lifecycle Management (PLM) verfolgen unterschiedliche Ansätze. ALM konzentriert sich auf den gesamten Lebenszyklus von Softwareanwendungen, von der Konzeption bis zum Support, und sorgt durch integrierte Workflows, Versionskontrollen und kontinuierliche Integration für Effizienz und Qualität. PLM hingegen fokussiert sich auf physische Produkte, bietet eine zentrale Plattform zur Verwaltung produktbezogener Daten, optimiert die Produktentwicklung und verkürzt die Markteinführungszeit. Die Herausforderung in der Automobilindustrie liegt in der Synchronisierung beider Ansätze.
Synchronisation von Software- und Hardwarezyklen
Die Integration von ALM und PLM bringt spezifische Herausforderungen mit sich, insbesondere bei der Synchronisation der unterschiedlichen Innovationszyklen von Software und Hardware. Während Software oft in kurzen Zyklen aktualisiert wird, benötigen Hardwareentwicklungen länger. Diese Diskrepanz erfordert Planung und flexible Plattformstrategien, um beide Zyklen in Einklang zu bringen. Zudem erzeugen ALM und PLM große Datenmengen, die in verschiedenen Systemen gespeichert werden müssen. Eine erfolgreiche Integration erfordert Schnittstellen, die den Datenaustausch ermöglichen und sicherstellen, dass alle relevanten Daten aktuell und konsistent sind.






































