Nachwuchspreis ’Digitalisierung im Maschinenbau’
VDMA zeichnet Nachwuchstalente aus
30 Absolventinnen und Absolventen von Deutschen Hochschulen waren für den Nachwuchspreis ’Digitalisierung im Maschinenbau’ nominiert. Vier von ihnen wurden nun für ihre Bachelor und Master/Diplom-Arbeiten ausgezeichnet.

Der VDMA-Fachverband Software und Digitalisierung und die Abteilung Bildung des VDMA haben zum siebten Mal exzellente Absolventinnen und Absolventen aus den Fachbereichen Ingenieurwissenschaften und Informatik mit dem Nachwuchspreis ‘Digitalisierung im Maschinenbau’ ausgezeichnet. Rund 30 Absolventinnen und Absolventen aus Deutschland wurden für den diesjährigen Nachwuchspreis in den Kategorien Bachelor und Master/Diplom nominiert.
Ausgezeichnete Masterarbeiten
Runxin Wang, Student an der Technischen Universität München erhält den 1. Preis in der Kategorie Masterarbeit. Seine Abschlussarbeit entstand in Zusammenarbeit des Lehrstuhls für Fördertechnik Materialfluss Logistik von Univ.-Prof. Dr.-Ing. Johannes Fottner mit der ITK Engineering GmbH. Im Rahmen dieser Masterarbeit wurde ein digitaler Zwilling des ’Mini Off-Highway Demonstrator’-Roboters, eines autonomen Baufahrzeuges, in einer 3D-Simulationsumgebung erstellt. Da autonome Baufahrzeuge in der Lage sein müssen, unbekannte Szenarien abzubilden und auf Basis dieser erstellten Karten die Lokalisierung und Navigation vorzunehmen, wurde eine anpassbare Szene mit einem Lagerhaus, einer Baustelle im Freien und mehreren beweglichen Objekten gestaltet. Diese wurde als Basis verwendet, um anschließend verschiedene Lösungsansätze zur autonomen Navigation zu vergleichen.
Steven Liebler, Student der Technischen Hochschule Bingen, erhält den 2. Preis in der Kategorie Masterarbeit. Die Arbeit entstand bei der APL GmbH, die seitens der Hochschule von Prof. Dr. -Ing habil. Michael Mangold und auf Unternehmensseite von Dr. Marcus Gohl und Dr. Gert Hinsenkamp betreut wurde. Liebler analysierte modellgestützt betriebsbedingte Degradationsmechanismen von Brennstoffzellen in der Antriebsentwicklung. Dadurch konnte dargestellt werden, wie sich die Degradationsrate anteilig aus relevanten Alterungseffekten zusammensetzt und wie sich unterschiedliche Betriebsbedingungen auf die Alterungsmechanismen auswirken. Zudem lieferte die Arbeit wertvolle Erkenntnisse für die Weiterentwicklung der Brennstoffzellentechnik im Nutzfahrzeugbereich.
Ausgezeichnete Bachelorarbeiten
Klara Schwibs, Studentin der TU Bergakademie Freiberg, wird mit dem 1. Preis in der Kategorie Bachelorarbeit ausgezeichnet. Die Abschlussarbeit wurde in Kooperation mit der Hoppecke Rail Systems GmbH (eh. Intilion GmbH) verfasst und durch J.-Prof. Dr. Ing. Christian Kupsch, Juniorprofessur für Mess-, Sensor- und Eingebettete Systeme, betreut. Dabei wurde ein modulares Multisensorsystem zur Erfassung von Umgebungsbedingungen und zur Erkennung von Grenzwertverletzungen bei der Lagerung und Prüfung von Lithium-Ionen-Systemen konzipiert, entwickelt und getestet. Die Herausforderung der komplexen Anforderungen wurde durch eine Kombination aktueller Technologien aus der Sensorik und verteilter Systeme gelöst. In ersten Laborversuchen hat sich das Multisensorsystem beim industriellen Kooperationspartner bereits erfolgreich bewährt.
Lukas Baum, Elektrotechnikstudent an der Technischen Hochschule Augsburg, wird mit dem 2. Preis in der Kategorie Bachelorarbeit ausgezeichnet. Die Arbeit entstand an der Fakultät für Elektrotechnik unter der Betreuung von Prof. Dr. -Ing. Wolfgang Zeller und wurde in Kooperation mit der KUKA Systems GmbH in Augsburg verfasst. In seiner Abschlussarbeit beschäftigte er sich mit der automatisierten Messung der elektrischen Parameter von Lithium-Ionen-Zellen für die Automobilindustrie. Eine Besonderheit lag darin, dass die Zellen während des Förderprozesses, also in Bewegung, vermessen werden sollten. Dabei wurden alle Phasen eines Projektes von der Konzeptionierung, Konstruktion, Montage, Programmierung, Inbetriebnahme und Validierung des Systems betrachtet.






































