Zero-Day-Schwachstelle in Microsoft SharePoint entdeckt

Close-up portrait of focused software engineer wearing eyeglasses looking at computer screen working with big data. Programming code reflecting in glasses. Data science, Machine Learning, AI concept
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Laut einer aktuellen Sicherheitsmeldung vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat Microsoft am 19. Juli ein Advisory für das Produkt SharePoint veröffentlicht. Demnach waren für die Herausgabe beobachtete Angriffe auf die eigentlich bereits gepatchten Schwachstellen mit den Kennungen CVE-2025-49704 bzw. CVE-2025-49706 ursächlich, die nun auf modifizierte Weise als CVE-2025-53770 und CVE-2025-53771 ausgenutzt werden. Erste Erkenntnisse hierzu wurden bereits am 19. Juli vom IT-Sicherheitsunternehmen Eye Security bekannt gemacht.

Erste Angriffe auf die Zero-Day-Schwachstelle CVE-2025-53770 gab es mindestens seit dem 18. Juli. Dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) liegen ebenfalls Hinweise durch Eye Security über in Deutschland kompromittierte Systeme vor.

Laut BIS-Mitteilung sind durch die als ‚ToolShell‘ bekannten Schwachstellen zum aktuellen Zeitpunkt ausschließlich von Organisationen in Eigenregie betriebene On-Premise SharePoint Server der Versionen SharePoint 2019 sowie 2016 und SharePoint Subscription Edition verwundbar. Betreiber mit aktiviertem Antimalware Scan Interface (AMSI) Feature und Nutzer von Microsoft Defender für SharePoint Server sind vor einer Ausnutzung geschützt. Für Microsoft 365 Kunden besteht laut BSI-Warnung keine Bedrohung.

Hier gelangen Sie zur Sicherheitsmitteilung sowie Hinweise zu weiterführenden Maßnahmen.